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Baumscheiben anlegen und pflegen:
Bodenfruchtbarkeit aufbauen - Vitalität für Jung- und Altbäume


Das Gedeihen eines Baumes beginnt an der Wurzel!
Alle Schnittmaßnahmen können nur dann Wirkung entfalten, wenn der Baum genug Vitaltät für die weitere Entwicklung aufbringen kann.
Auch führt eine üppige Blüte später nur dann zu reichlicher Ernte, wenn die Früchte gut versorgt werden können.
Obstbäume mit ausgeglichenem Nährstoffhaushalt und intaktem Bodenleben sind widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Trockenheit.
Der Ertrag solcher Bäume ist höher und von bessererer Qualität und außerdem steigt die Lebenserwartung.

Jungbäume brauchen Unterstützung für ein kräftiges, zügiges Anfangswachstum:

  • Pflanzgrube gründlich lockern
  • vorhandenen Boden je nach Zustand gezielt aufbessern
  • Humus einbringen und weiter aufbauen
  • unkrautfrei halten während der Jugendzeit

Auch für Obstbäume im Ertragsalter ist Bodenpflege wichtig:

  • Kronendurchmesser freihalten von Gehölzbewuchs und Hochstauden
  • Nährstoffergänzung durch Mähgut: flächig verteilen und verrotten lassen
  • Bodenverdichtungen vermeiden im Wurzelraum

Für alle Bäume sind Humusaufbau und Förderung des Bodenlebens von Vorteil. Dadurch steigen wasser- und Nährstoff-Kapazität.
Die meisten Streuobstwiesen werden heutzutage extensiv bewirtschaftet, wobei es für das Mähgut oftmals keine Verwendung mehr gibt. Um sowohl der Förderung der Artenvielfalt der Wiese als auch dem Gedeihen der Obstbäume gerecht zu werden, bietet sich das Abräumen des Mähgutes auf den Freiflächen an, sowie dessen anschliessender Einbau auf des Baumscheiben. Das organische Material ist Futter für Regenwürmer und alle anderen Bodenlebewesen. Alle Nutzpflanzen gedeihen jedoch besser und üppiger mit Humus und ausgewogenem Bodenleben. Die noch schwächeren Jungbäume profitieren zusätzlich davon, dass Unkrautkonkurrenz unterdrückt wird und der Boden nicht so schnell austrocknet.

Vorgehensweise Humusaufbau:

Eine dauerhafte Festlegung dieser Grünmasse in stabilen Humusstrukturen kann durch Einbau von belebten Erden erzielt werden. Eine sehr effektive Methode dafür ist die vor einigen Jahren wiederentdeckete Terra-Preta der Amazonas-Indios.
› Geschichte und Theorie der Terra Preta - kurz

  • Jungbäume: punktweiser Einbau von konzentrierter Terra-Preta-Erde.
  • Erwachsene Bäume: im Traufbereich im Abstand von 1-2 Metern je eine Schaufel voll punktweise einarbeiten.
  • 4 Pilzarten und 7 Bakterienarten leisten die wesentliche Arbeit und breiten sich in der Folge im Umfeld weiter aus.
  • Der Boden verändert sich und gewinnt eine dauerhaft höhere Fruchtbarkeit.

Bezugadressen für Terra-Preta-Produkte und Zubehör zur Selbst-Herstellung:

Fa. Palaterra, Hengstbacherhof / Nordpfalz

Fa. Triaterra, Groß-Pankow

Fa. Multikraft, Pichl bei Wels / Österreich